Snooker
Snooker - der Gentlemen-Sport aus England

Billard existiert in verschiedenen Varianten, von denen das Pool-Billard und das Snooker zu den weltweit populärsten gehören. Der englische Klang des Spiels lässt darauf schließen, dass es in Amerika oder England seinen Anfang fand, es wurde jedoch von britischen Soldaten 1875 in Indien erfunden. Rund fünfzig Jahre später fanden die ersten professionellen Snooker-Weltmeisterschaften statt. Heutzutage ist das Spiel ebenso oft in Spielhallen anzutreffen wie das verwandte Pool-Billard.

Ohne den charakteristischen Spieltisch lässt sich Snooker nicht spielen. Er misst laut internationaler Norm 12 Fuß und seine Spielfläche ist zumeist grün gefärbt. Zahlreiche aufgemalte und imaginäre Linien bestimmen das Spiel. Die Snookerkugeln – deren Anzahl höher ist als beim Pool-Billard – werden aus Phenolharz gefertigt und habe eine bestimmte Größe. Der Spielball, mit dem man die übrigen Bälle rammt und in eines der Löcher an den Tischecken befördert, ist weiß gefärbt und darf als Einziger mit dem Spielstock berührt werden. Die Farben für die übrigen Billardkugeln sind ebenfalls festgelegt; sie setzen sich aus 15 roten Kugeln und sechs anders gefärbten Exemplaren zusammen. Zu Spielbeginn werden die roten Bälle in einer Dreiecksform an einem Ende Spieltisches nebeneinander angeordnet. Der pinkfarbene Objektball ruht an der Spitze, die blaue Kugel wird auf einer imaginären Linie von dort aus zum Spielkreis am anderen Ende gelegt, wo sich auch die restlichen Kugeln befinden. Als Spielstock wird ein speziell geformter Queue verwendet, der aus einem oberen und einem unteren Teil besteht.

Snooker ist schwieriger und komplexer als Pool-Billard, da mit mehr Kugeln und Orientierungspunkten sowie ausgefeilten Strategien gespielt wird. Jeder Spieler hat nach dem Anstoß eine Stoßmöglichkeit. Befördert er keine Kugel in eines der Löcher, ist der Gegenspieler am Zug.