Boxen
Boxen - Kampf und Ausdauer mit Tradition

Boxen

Viele Kampfsportarten gehen auf altbewährte Angriffs- und Verteidigungsmethoden zurück und wurden erst in der Moderne zur reinen Sportart mit Unterhaltungsfaktor und Hobbytauglichkeit. Das Boxen hingegen kann auch als Sportart eine lange Tradition aufweisen. Überlieferungen zufolge fanden bereits 3.000 Jahre vor der Geburt Christi im Alten Ägypten Boxkämpfe als Unterhaltung bei Veranstaltungen statt. Bei den Olympischen Spielen der griechischen Antike sowie bei Gladiator-Kämpfen im Alten Rom waren sie ebenso beliebt. Bis heute hat sich am Prinzip des Boxkampfes nicht viel geändert.

Zwei Gegner treffen in einem abgegrenzten Boxring aufeinander und bekämpfen sich ausschließlich über Schläge mit der geschlossenen Faust. Bei Abwandlungen sind auch Tritte erlaubt, nicht jedoch beim traditionellen Boxen. Ein Treffer wird nur dann erzielt und mit Punkten belohnt, wenn der Schlag den Gegner am Oberkörper trifft. Unterhalb der imaginären Gürtellinie gelten Schläge als Foul und werden mit Punkteabzug oder sogar einer Disqualifizierung geahndet. Treffen die Faustschläge auf den Boxhandschuh oder auch auf die Arme, zählen sie nicht, da sie in diesem Fall als erfolgreich abgeblockt gelten. Es gibt zudem die Möglichkeit, dass sich die Kämpfer ineinander verhaken und quasi miteinander ringen. Sie werden sodann vom Ringrichter getrennt und nach einem Moment des Sammelns in gewisser Distanz beginnt der Kampf erneut.

Ein Boxkampf wird in mehreren Runden ausgeführt. Wird ein Gegner zu Boden geschlagen, erfolgt vonseiten des Ringrichters ein Abzählen von zehn Sekunden. Steht er innerhalb dieses Zeitraums nicht auf, weil er zu angeschlagen ist, liegt ein Knock-out vor und der andere Kämpfer hat gewonnen. Auch ein Sieg nach Punkten oder ein Unentschieden ist möglich. Neben den traditionellen gepolsterten Boxhandschuhen kommen längere Shorts und in manchen Fällen Kopfschutz und Zahnschutz zum Einsatz.