Kickboxen
Kickboxen – Kampfsport der vielseitigen Art

Kickboxen

Boxen ist mehrere Jahrtausende alt und wurde von den Alten Ägyptern ebenso als Kampfart und als Sportart praktiziert wie später im Antiken Griechenland und Römischen Reich. Aber auch in asiatischen Ländern wie in Thailand kann man auf eine lange Boxvergangenheit zurückblicken. Dort beschränkte man sich nicht nur auf den Kampf mit der Faust, sondern setzte im Kickboxen auch gezielte Tritte mit den Füßen ein.

Ähnlich wie bei Karate oder Judo wird auf Beweglichkeit, Körperbeherrschung und auch Kraft Wert gelegt. Es geht beim Kickboxen auf keinen Fall nur darum, den Gegner möglichst schwer zu verletzen bzw. nach Punkten durch Treffer zu siegen. Es lassen sich verschiedene Gurte wie bei anderen asiatischen Kampfsportarten erringen, die den Grad des Erfolgs oder Könnens beschreiben. Inzwischen ist das Kickboxen auf der ganzen Welt verbreitet, wobei in manchen westlichen Ländern strengere Regeln gelten als in anderen. So sind in Australien und den Vereinigten Staaten beispielsweise Schläge mit dem Ellbogen oder Kicks mit den Knien untersagt. Je nach Auslegung und Turnier ist es den Gegnern erlaubt, auch unterhalb der Gürtellinie auf die Schenkel zu zielen. Gegenseitiges Festhalten und Ringen ist ebenso möglich wie Faustschläge ins Gesicht und Tritte gegen den Oberkörper.

Beim Kickboxen wird mehr Geschick verlangt als beim normalen Boxen, da man sowohl die Armbewegungen als auch die Beinbewegungen koordinieren und dabei eine größere Schlagreichweite des Gegners abdecken muss. Differenziert wird zwischen Vollkontakt, Semikontakt und Leichtkontakt und zwischen Wettkämpfen verschiedener Gewichtsklasen, auf Matten oder in Boxringen. Nicht in jedem Fall wird ein Schutz für den Kopf getragen, wobei Boxhandschuhe und entweder bloße Füße oder bestimmte Schuhbekleidung zum Einsatz kommen. Nur beim Vollkontakt gibt es ein Knock-out wie beim Boxen.