Gleitschirmfliegen
Gleitschirmfliegen - einmal Herr der Lüfte sein

Schon seit Jahrtausenden fasziniert den Menschen das Fliegen, das nur einigen Tieren vorbehalten ist und in einem Flugzeug ganz anders erscheint. Dies erklärt auch, warum sich Extremsportarten wie das Gleitschirmfliegen so großer Beliebtheit erfreuen. Sie vermitteln das Gefühl, frei zu sein und die Lüfte ebenso zu beherrschen wie den Erdboden.

Das Gleitschirmfliegen ist eine relativ junge Luftsportart, welche nicht so sehr das Fliegen als das Gleiten beinhaltet. Dabei wird ein spezieller Schirm zuhilfe genommen, der ein wenig an einen Fallschirm erinnert. Der Gleitschirmflieger, landläufig als Pilot bezeichnet, ist mit Leinen und Gurten an seinem Schirm befestigt und hat eine gewisse Kontrolle über dessen Lenkung. Seit 1965 wurde dieses System stetig weiterentwickelt. Fand es zu Beginn nur wenig Anklang, erfreut es sich inzwischen vor allem bei abenteuerlustigen Jugendlichen großer Beliebtheit.

Der Gleitschirm wird aus einer Kappe und einem Gurtzeug konstruiert, welche durch Leinen miteinander verbunden sind. Ober- und Untersegel bilden gemeinsam die Tragfläche und sind in der Norm aus einem luftdurchlässigen Stoff mit Silikonbeschichtung gefertigt. Die Segmentierung in verschiedene Kammern dient dazu, ein besseres Flugprofil zu erzielen. Über Tragegurte und Karabinerhaken wird der im Gurt sitzende Pilot mit dem Schirm verbunden. Auch ein Rettungsfallschirm für den Notfall ist stets vorhanden. Um in den Genuss des Gleitschirmfliegens zu kommen, muss man von einer Anhöhe aus starten, wobei sowohl die Neigung des Hangs als auch die vorherrschenden Windbedingungen eine Rolle spielen. Der Pilot läuft entgegen der Windrichtung mit dem Schirm in seinem Rücken los und beschleunigt so lange, bis der Schirm über ihm aufsteigt und ihn vorwärts und nach oben trägt. Jeweils eine linke und rechte Steuerleine dienen der Kontrolle, wobei ein beidseitiges Ziehen als Bremse funktioniert.