Badminton
Badminton - schneller und anspruchsvoller Ballsport

Schon aus der Schule kennt man in der Regel das Badminton, wenn auch in der abgeschwächten Form des Federballs. Das Prinzip ist dasselbe: Mindestens zwei Personen stehen sich gegenüber und spielen über ein Netz mit einem Badmintonschläger den Federball – auch “Shuttlecock” genannt – hin und her. Beim Federball ist der Sinn der Sache ein gediegeneres Miteinanderspielen, beim Badminton hingegen spielt man gegeneinander und es geht um das Erzielen von Punkten.

Als klassisches Rückschlagspiel ähnelt das Badminton dem Tennis, wobei der Schläger erheblich leichter gebaut ist und als Ball ein mit Federn – in manchen Fällen auch mit einer netzartigen Kunststoffstruktur – ausgestattetes Geschoss dient. Auch das Spielfeld ist beim Badminton kleiner und es wird im professionellen Bereich vorwiegend in Hallen gespielt, da Wind den Flug des Federballs sehr beeinflusst. Entgegen der häufig vertretenen Meinung ist Badminton kein einfacher Sport. Im Gegensatz zum Federball ist sehr viel Finesse und Schnelligkeit sowie eine gute Reaktionsfähigkeit mit dem Spiel verbunden. Es weist eine hohe Laufintensität auf und fordert und trainiert Armmuskeln und Beinmuskeln, weshalb es sich auch ausgezeichnet als Fitnesssportart eignet. Es gibt beim Badminton feste Regeln und spezielle Schlagweisen und Strategien, wohingegen beim Federball besonders lange Ballwechsel erwünscht sind. Gespielt werden kann zu zweit im Einzel oder zu viert im Doppel.

Die Geschichte der Rückschlagspiele mit gefiederten Geschossen reicht Jahrtausende zurück. Schon die Inkas sollen eine Art Federball gespielt haben und im Barock erfreute sich das Spiel in manchen Teilen Europas großer Beliebtheit. Heutzutage wird Badminton weltweit praktiziert und es gibt sogar eine Weltmeisterschaft. Die Sportart gilt als sehr anspruchsvoll und körperlich anstrengend, lässt sich aber ebenso von Kindesbeinen an trainieren wie Tennis.