Paralympische Spiele
Olympische Spiele für Menschen mit Behinderung

Als Paralympics werden die Olympischen Spiele für Menschen mit einer Behinderung bezeichnet. Die Teilnehmer der Paralympics kommen also aus dem Behindertensport. Bereits 1948 fanden sie erstmals im englischen Aylesbury statt. Initiator war ein deutschstämmiger Arzt für Neurologie, Sir Ludwig Guttmann. Ursprünglich nahmen nur Rollstuhlfahrer daran teil.

Seit 1960 finden regelmäßig Olympische Sommerspiele für körperbehinderte Menschen statt, in den 70er Jahren kamen auch paralympische Winterspiele hinzu. Der Begriff „Paralympics“ wird erst seit 1988 gebraucht, vorher waren Bezeichnungen wie „Olympiade der Behinderten“ gebräuchlich. Dieser eher abwertende Ausdruck war aber bereits damals lange nicht mehr zeitgemäß. Das Wort ist eine Zusammensetzung aus dem englischen Begriff „Paraplegic“, welcher „gelähmt“ bedeutet und dem Wort „Olympic“.

Traditionell richten die Gastgeberländer der Olympischen Sommer- und Winterspiele auch die Paralympics aus, welche immer einige Wochen, nachdem die eigentlichen Spiele beendet sind, eröffnet werden.

Organisator der Paralympischen Spiele ist das Internationale Paralympische Komitee welches seinen jetzigen Sitz in der Stadt Bonn hat.

Insgesamt werden Wettkämpfe in 22 Sportarten ausgetragen, darunter Reiten, Leichtathletik, Segeln, Rudern, Schwimmen, Schießen, Tischtennis, Fußball, Rollstuhlbasketball, Radsport und Tennis. Bei den paralympischen Winterspielen stehen Eishockey, Biathlon und mehrere Ski-Wettkämpfe aus dem Programm.

Weil die Teilnehmer ganz unterschiedliche Handycaps haben, müssen sie nach bestimmten Kriterien klassifiziert werden. Diese richten sich nach der Art der jeweiligen Behinderung. Es wird unterschieden zwischen Sportlern, denen ein Glied fehlt (Amputierte), Sportlern, die als Folge einer Gehirnschädigung in ihren Bewegungen beeinträchtigt sind, solchen, die sehbehindert sind, Athleten, welche ihre Sportart im Rollstuhl sitzend ausüben und Kleinwüchsigen.

An den letzten Paralympic Games in Peking nahmen insgesamt über 4000 Sportler aus fast 150 Ländern teil. Insgesamt fanden 472 Wettkämpfe statt. 2012 sind in London auch Menschen mit geistiger Behinderung für die Teilnahme an den Paralympics zugelassen, sie haben die Möglichkeit, in den Disziplinen Tischtennis, Schwimmen und Leichtathletik anzutreten. Die nächsten paralympischen Winterspiele werden im russischen Sotchi stattfinden. Es ist zu hoffen, dass die kommenden Paralympics in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden.