Kitesurfen
Kitesurfen - surfen am Drachen

Kitesurfen

Vor allem im Bereich der Wassersportarten hat sich über die Jahre viel getan. Waren damals ruhigere Sportarten wie Segeln und Rudern beliebt, entstanden vor allem im letzten Jahrzehnt aufregende Neuheiten wie Wild-Water-Rafting, Wakeboarding und Kitesurfen. Letzteres kommt insbesondere bei der jüngeren Generation sehr gut an und wird auf heimischen Badeseen ebenso praktiziert wie an den europäischen Küsten und exotischen Stränden der Welt.

Das Kitesurfen ist – wie schon unschwer am Namen zu erkennen ist – eine Abwandlung des Windsurfens, bei dem ein Kite zur Hilfe genommen wird. Daher kann die moderne Sportart auch Gemeinsamkeiten mit dem Wasserskifahren verbuchen, welches ebenfalls von einem ziehenden “Gerät” (in der Form eines Bootes) profitiert. Beim Kitesurfen steht der Surfer auf einem Board, einem kurzen Surfbrett mit Schlaufen oder Bindungen für die Füße. Das Board selbst verfügt über kaum Auftrieb, denn dieser entsteht beim Ziehen durch den Lenkdrachen. Dieser Schirm ist ähnlich gestaltet wie Gleitschirme, weist aber oft auch eine Drachenform auf. Seine Größe variiert ebenso wie die genaue Konstruktion und die Materialien, was sich auf das Kitesurf-Erlebnis auswirkt. Nur auf Gewässern, die über ausreichend Wind der richtigen Art verfügen, wird das Kitesurfen durchgeführt. Gesteuert wird sowohl über das Brett als auch über die Haltung des Kites durch Seile.

Darf man ungefähren Schätzungen Glauben schenken, gibt es rund 500.000 Kitesurfer in der ganzen Welt, wobei man zwischen Wettkämpfern und Hobbysportler unterscheiden sollte. Die Tendenz ist steigend, da es weniger Technik zu erlernen gibt als bei vergleichbaren Wassersportarten und zudem die Ausrüstung relativ günstig ist. Der Sicherheit wurde viel Aufmerksamkeit gewidmet, obgleich vor allem bei Anfängern theoretisch eine Verletzungsgefahr besteht.