Rudern
Rudern - Spaß und Anstrengung auf dem Wasser

Rudern

Wasser und somit auch Wassersport übt eine große Faszination auf Menschen aus. Es muss nicht immer der besondere Reiz der schnellen, mitunter riskanten, modernen Wassersportarten sein, auch traditionellere Betätigungen wie das Rudern bieten Bewegung, Abwechslung und Erfüllung.

Beim Rudern wird grundsätzlich ein Boot von mindestens einer Person mithilfe einer Ruderbewegung über das Wasser befördert. Differenziert wird zwischen der Skulling-Methode, in der mit jeder Hand jeweils ein Ruder kontrolliert wird, und der Riemen-Methode, in der mittels einem Ruder mit beiden Händen gesteuert wird. Diente das Rudern Jahrtausende lang als praktische Fortbewegungsart auf diversen Gewässern, wird es heute als Sport der Kategorie Kraftausdauer angesehen und ist sogar eine olympische Disziplin. Ein Einmannboot wird dabei beispielsweise als Einer bezeichnet, während die größte Variante der Achter darstellt.

Aus der Geschichte ist das Rudern wohl vor allem durch die mit Sklaven besetzten, mitunter großen Galeeren bekannt, aber auch diverse Naturvölker verstanden sich auf den Bau von Kanus oder Booten mit Rudersystem. Heutzutage wurde es auf einen Wassersport und ein Hobby reduziert, findet aber – vor allem, aber nicht nur, an britischen Schulen und Universitäten – großen Anklang. Beim Skullen mit zwei Rudern ist auch die Sitzhaltung sehr wichtig. Sitzt man zunächst aufrecht im Boot, bewegt man sich nach der Ansatzbewegung, der Auslage, mit dem Rollsitz weit nach vorne, sodass der Oberkörper auf den Oberschenkeln zu ruhen kommt und die Arme möglichst weit nach vorn gestreckt sind. Beim Rückzug treten die Beine gegen das Stemmbrett und das Ruder wird mit dem Körper mit nach hinten geführt. Beim Rudern mit den großformatigen Riemen ist eine noch kompliziertere Bewegung erforderlich, da beide Arme sich auf Backbord oder Steuerbord konzentrieren. Rennruderboote und Gigs sind verschieden konstruiert.