Biathlon
Winterliches Ausdauertraining beim Biathlon

Biathlon

Der Begriff Biathlon leitet sich aus dem Lateinischen und Griechischen ab und bedeutet soviel wie “Zweifach-Kampf”. Dies gibt seine Bedeutung und Ausführung recht gut wieder. Betrieben wird das Biathlon ausschließlich im Winter auf schneebedeckten Pisten als Kombination aus Schießen und Skilanglauf. Im Freizeitbereich wird es nur selten praktiziert, dafür darf es hingegen bei einem Wintersportwettkampf – vor allem bei den Olympischen Winterspielen – nicht fehlen.

Die Verbindung von Schießen und Skilanglauf scheint auf den ersten Blick eher ungewöhnlich, vereint sie doch eine Präzisionstätigkeit mit einem Ausdauersport, bei dem es auch auf Schnelligkeit ankommt. Gerade dies macht den besonderen Reiz des Biathlons aus. Die Geschichte des Biathlons lässt darauf schließen, dass es seinen Ursprung in der winterlichen Jagd auf Skiern in Skandinavien hat. Auch ein militärischer Hintergrund lässt sich verzeichnen, der von Nordeuropa und Russland aus langsam, aber sicher, in andere Länder getragen wurde. Als ausschließliche Sportart fand das Biathlon erst in den 90er-Jahren Anklang bei Zuschauern, was vor allem Fernsehübertragungen zu verdanken ist. In Deutschland ist es überdurchschnittlich beliebt.

Für das Biathlon kommen Skatingski zum Einsatz. Besonders ist dabei, dass die Länge nicht genormt ist, sondern auf die Körpermaße des Sportlers abgeglichen wird. Ergänzt werden die Ski ohne Stahlkanten mit einem Langlaufstock-Set in Schulterhöhe. Zum Schießen auf die Zielscheiben werden Kleinkalibergewehre ohne Automatik verwendet. Geschossen wird im Stehen und im Liegen auf 50 m Distanz. Diopter und Ringkorn helfen beim Anvisieren und das Gewehr muss während des gesamten Laufes am Körper mitgeführt werden. Es ist denkbar schwierig, nach dem schnellen und kraftvollen Langlauf mit ruhigen Händen auf die Ziele zu schießen. Punkte werden für die Zeit des Laufens und das Schießen vergeben.