Curling
Curling – taktisches Spielvergnügen auf dem Eis

Curling

Denkt man an Wintersport auf dem Eis, so kommen zumeist Eislaufen und Eishockey in den Sinn. Weniger bekannt, aber ebenso vergnügungsreich, ist das Curling, welches nicht mit dem Eisstockschießen verwechselt werden sollte. Es weist vielmehr Ähnlichkeiten mit Boccia oder Boule auf und wird im professionellen Rahmen ebenso gespielt wie in der Freizeit.

Zwei Teams mit jeweils vier Mitgliedern stehen sich auf einem präparierten Eisfeld gegenüber. Es ist eher schmal, dafür aber 150 Fuß lang. An beiden Enden ist ein großer Zielkreis aufgemalt, der verschiedenfarbige Ringe aufweist. Ziel des Spiels ist es, dass jede Mannschaft durch taktische Raffinesse und geschicktes Spielen ihre Steine so nahe wie möglich an den gegnerischen Zielkreis heranbringt. Zum Einsatz kommen dabei geschliffene Steine aus Granit, welche konkav geformt sind und an der Oberseite über einen kleinen Griff verfügen. Die Gleitfähigkeit des Curling-Steins wird durch die polierte Eisoberfläche ebenso beeinflusst wie durch die Wassertropfen, die zu Spielbeginn darauf gesprüht werden. In Bewegung gesetzt wird der Stein durch eine ausholende Armbewegung, wobei er sich in seiner parabelförmigen Bahn zum Ziel um seine eigene Achse dreht. Anhand von speziellen Curlingbesen haben Spieler die Möglichkeit, den Weg vor ihrem Stein zu wischen und somit einen geraderen Verlauf zu erzielen. Gegnerische Steine können umrundet werdet.

Im Gegensatz zu anderen Eissportarten wird beim Curling auf Schlittschuhe verzichtet. Die Spieler tragen stattdessen besondere Schuhe, von denen einer mit einer Teflonsohle beschichtet ist, um beim Steinabstoß ein Gleiten zu ermöglichen. Diverse Regeln bestimmen bei diesem Präzisionsspiel die Punktevergabe. Es erfreut sich vor allem in Skandinavien, der Schweiz und Kanada großer Beliebtheit und seine Anfänge liegen im Schottland des späten Mittelalters.