Eiskunstlauf
Eiskunstlauf: sportliche Eleganz auf Schlittschuhen

So manch einem fällt es schwer genug, sich auf dem Eis überhaupt fortzubewegen oder die Balance ausreichend zu halten, um auf den Kufen von Schlittschuhen stehen zu können. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Eiskunstlauf so viel Staunen und Begeisterung hervorruft.

Unterteilt wird der Eiskunstlauf nicht nur in das professionelle Wettkampflaufen und das Schaulaufen bei Veranstaltungen, sondern auch in die vier Unterkategorien Paarlauf, Einzellauf, Synchroneiskunstlauf und Eistanz. Vom normalen Eislaufen heben diese Disziplinen sich alle dadurch ab, dass sie mit Tanzbewegungen, Sprüngen und Figuren verbunden sind, die ein Laie kaum zustande bringt. Sehr weit verbreitet ist der Paarlauf, bei dem ein männlicher Läufer und seine Partnerin zu einem Musikstück einen Kunstlauf vorführen. Dem Mann obliegt es dabei, die Frau in den verschiedensten Hebefiguren zu tragen und befördern, wobei viele andere Bewegungen synchron oder ergänzend ausgeführt werden und auch häufig nebeneinander oder hintereinander gelaufen wird.

Der Eiskunstlauf hat seine Wurzeln in Großbritannien und wurde 1814 zum ersten Mal in einem offiziellen Wettkampf präsentiert. Seitdem kamen immer neue Figuren und Komponenten hinzu, die das Basisrepertoire für die verschiedenen Disziplinen darstellen. Aus dem Sport ist eine Show geworden, weshalb immer häufiger die Wahl von Kostüm und Musikstück sowie die Gestik und Mimik eine wichtige Rolle spielen. Der Eiskunstlauf verlangt eine unglaubliche Körperbeherrschung, ein Gefühl für Rhythmus und Balance sowie eine allgemeine körperliche Fitness. Vor allem weibliche Läufer, die Teil des Paarlaufs sind, müssen auf ihr Gewicht achten. Die modernste Form des Eiskunstlaufes ist der Synchroneiskunstlauf, bei dem Gruppen von mindestens zehn Personen eine synchrone Vorstellung darbieten. Aufgrund der relativ hohen Belastung für die Gelenke hören viele professionelle Eiskunstläufer früh mit dem Wettkampf auf.