Skispringen
Skispringen - beim Wintersport hoch hinaus

Die deutschen Skispringer werden nicht umsonst als “Adler” bezeichnet, denn sie legen bei ihrem Gleitflug nach dem Absprung von der Schanze mehr als hundert Meter Distanz zurück und scheinen beinahe fliegen zu können. Das Skispringen ist ganz sicher kein Laienwintersport wie beispielsweise das Skilaufen, es wird aber sehr begeistert von vielen live oder am Fernseher mitverfolgt und stellt jeden Winter aufs Neue ein Highlight dar.

Das Skispringen wird auch als Schanzenspringen bezeichnet und zählt zu den olympischen Wintersportarten. Die Wintersportler tragen einen speziellen Anzug, der isolierend und windschnittig wirkt und ein wenig an einen Tauchanzug erinnert. Sie sollten möglichst schlank sein, da sie vom Wind so weit wie möglich getragen werden sollen. Nicht selten gab es daher schon Gerüchte um eine eventuelle Magersucht der Wettkämpfer. Ein spezielles Sprungtraining wird selbst im Sommer durchgeführt.

Gesprungen wird von einer Skisprungschanze, die sich aus einer präparierten Schneespur zusammensetzt und steilwinklig nach unten führt. Der Skispringer sitzt zu Beginn oben an der Schanze auf einem Balken und stößt sich auf das offizielle Signal hin ab. Bei seiner geradlinigen Talfahrt den Schanzenhang hinunter erreicht er eine Spitzengeschwindigkeit von rund 90 km/h. Zu diesem Zeitpunkt stößt er sich kräftig vom Boden ab und beginnt den “Flug”, bei dem er die überlangen Ski eng an den Körper bringt, die Arme anlegt und die Beine spreizt, sodass er ein V bildet. Für die Weite der Landung auf zwei Beinen mit gebeugten Knien werden ebenso Punkte vergeben wie für die Haltung während Sprung, Flug und Landung. Endes des 19. Jahrhunderts fand das Skispringen seinen Anfang im kalten Norwegen, das auch das Geburtsland anderer Wintersportarten ist.